Benidorm…das Paradies für Sonnencreme-Allergiker
Samstagmorgen 8. März 2008, 8 Uhr, alle standen, geweckt vom Wecker auf. Alle? Nicht ganz, ein noch halb im Koma liegender Jonas B-Punkt überhörte seine zwei Wecker und schlief durch bis kurz vor Abflug. Die anderen, zwei Athleten des ATH, Gesa und Dennis, mit eigenen Trainern, Uli und Eddy, und „Schatzi“ vom TSV Stelle, packten noch schnell die letzen Sachen und waren pünktlich am Flughafen Hamburg. Von dort aus ging es dann ins Frühjahrstrainingslager nach Benidorm in Spanien. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf „Malle“, kamen wir wie geplant in Allicante an. Von dort aus ging es dann nach kurzer Begrüßung: „Hallo Werner..“ weiter per Bus. Ab nach Benidorm Downtown. Dort hatte „EL PRESIDENTE“ für die Athleten und Trainer ein „kleines“ Hotel direkt am Strand gebucht. Erster Eindruck? Sonnig, warm und ein bisschen wie New York. Es folgte der Check-in und das Einrichten der Zimmer. Wir warteten schon gespannt auf das angekündigte Abendessen. Und das Buffet entsprach den Erwartungen im vollen Umfang. Es gab alles, was ein hungriges Sportlerherz höher schlagen lässt. Das Buffet reichte von Salat, über Pasta und Gemüse bis zu Fisch und Fleisch. Doch das Beste war die große Auswahl an Nachtisch. Nicht nur frisches Obst sondern auch Schokocremes, Milchreis, Kuchen und Eis rundeten jedes Essen lecker ab. So war es uns vergönnt die ersten frischen, „ökologisch unbedenklichen“ und vor allem leckeren Erdbeeren zu essen. Nach der Stärkung genossen einige von uns noch das warme angenehme Abendwetter am Strand und bestellten in der „Yogi-Bar“ einen leckeren Milchshake mit Strawberry, worauf der Kellner zunächst nicht reagierte, aber dann doch mit einem leckeren Milchgetränk in leicht roter Farbe wieder kam. Und es schmeckte nach Erdbeere – Der Abend war gerettet.
Sonntag, ein Tag der Ruhe, eigentlich, aber nicht für Sportler wie uns. Nach einem leckeren Frühstück (es gab Rührei mit Speck; so viel zu gesunder Ernährung unter Sportlern...) ging es mit den von „El Präsidente“ organisierten Leihwagen erst zum näher gelegenen Sportplatz. Es war der öffentliche Platz der Stadt Benidorm. Nach kurzem Betrachten und Erfassen der Bahnqualitäten fuhren wir weiter zum Platz „Alfaz del Pie“, um sicher zu gehen den bestmöglichsten Platz für unser Training zu finden. Nach kurzem Betreten der Bahn hatten wir uns entschieden und zwar für die öffentliche Anlage des Benidorm. Was für unsere Gesundheit wohl auch das Beste war, denn wer sprintet schon gerne auf Beton? Leider kam die Erkenntnis, dass die Hochsprunganlage in Alfaz del Pie ebenfalls ungünstig für ein verletzungsfreies Training aufgebaut ist, ein Tick zu spät. Das musste Gesa leider schmerzhaft feststellen, denn sie war beim Hochsprung zwischen die Matten gefallen und hat sich einen Halswirbel verstaucht. „Es fühlte sich an wie bei einem Schleudertrauma“, zum Glück ging es ihr nach ein paar Tagen wieder ein bisschen besser, so dass das Speerwurftraining unter hervorragenden Bedingungen: leerer Rasen, sonnig, windstill, zwei Kameras, mehrere Fotoapparate und natürlich Anleitung zweier fachkompetenter Trainer und einem Athleten fortlaufen konnte. So war nach kurzer Zeit schon eine deutliche Verbesserung der Wurftechnik zu erkennen. Der Speer stach nun nicht mehr mit dem Ende, sondern wie gewollt, mit der Speerspitze in den Rasen ein. Die Weite entwickelte sich auch im laufe der zwei Wochen enorm, so dass man gespannt sein darf auf den Verlauf der Wettkampfsaison. Jonas hat auch ein paar klasse Würfe gezeigt und glänzte mit seinem Motto „Ich möchte mit wenig viel erreichen“, was er dann auch in der zweiten Woche tatsächlich schaffte. Er übersprang die mitgebrachten Sprungstangen in einer Höhe von 1.55m, lass es auch 1.60m gewesen sein, aus kurzem Anlauf. Eine Woche zuvor hatte er noch die Männerhürden übersprungen. Die ist immerhin 50 Zentimeter flacher. Wenn es so weiter geht ist in 12 Wochen der Weltrekord des Stabhochsprungs dran ;) mach schön weiter Jonas!
Die erste Woche verging ziemlich schnell und der Tagesablauf änderte sich eigentlich kaum. Es gab ja auch keinen Grund dafür, denn der Tag war perfekt gestaltet. Morgens wurde man von einem Baggerfahrer, der vor dem Hotel irgendwelche Löcher aufbuddelte, um sie gleich danach wieder zu zubuddeln oder den Sand von der einen Ecke in die andere Ecke zu fahren, freundlich aber direkt geweckt. Na ja danach dann Essen, Training, Essen, Training am Strand, Training und Essen. Was wünscht man sich mehr?! Das Training am Strand erwies sich als besonders wertvoll, da ja auch der Spaß mit an vorderster Stelle stand, direkt vor dem eigentlichen Training. So verbrachten wir fast jeden Nachmittag damit unseren sportlichen Horizont noch zu erweitern. Kurz gesagt: wir spielten Beach - Volleyball.
Damit der kulturelle Horizont nicht auf der Strecke blieb, besuchten wir die umliegenden Lokale, um unser Spanisch beziehungsweise Englisch zu testen. Dabei tranken wir „Milch mit Honig“ und konnten den Tag in netter Atmosphäre Revue passieren lassen. Neben Gedanken über unsere Techniken, machten sich die Trainer an ein gewagtes, aber bestimmt lohnendes und einzigartiges Konzept zur Steigerung der Sprintleistung aller Sportler in und um Hamburg. Da wir noch kein Patent angemeldet oder Sponsoren für das Großprojekt gefunden haben, werde ich weitere Details erst nachträglich einfügen. Man darf gespannt sein...
Die zweite Woche war geprägt von den Osterfeierlichkeiten der Spanier. Der Strand wurde von Tag zu Tag voller, was nicht an den Schatten spendenden Engländerinnen lag (Mika hätte sich hier übrigens auch sehr wohl gefühlt: „big girls you are beautiful“...), sondern an den vielen Spaniern die die freien Tage genossen. Nachteil für uns war nur eins: der Kraftraum war bedingt durch die Karwoche nur noch schwer zu betreten, denn meistens war er zu. Aber das hielt uns nicht vom weiteren Training ab.
Dennis musste in der zweiten Woche sein Training zwar etwas runter fahren, da ihm die alten Wikingerknochen etwas schmerzten. Aber ein Wikinger wäre kein Wikinger, wenn er sich da nicht durchgebissen und ein Alternativtraining gemacht hätte.
Unsere kulturellen Aktivitäten weiteten wir in der zweiten Woche sogar noch aus. Wir haben ein Pokerturnier organisiert, Eddy besuchte Valencia und bekam ein beeindruckendes, super lautes Feuerwerk zu sehen. Am Donnerstag dann kam der kulturelle Höhepunkt: Wir haben eine kleine Landrundfahrt durch die Spanische Hochebene gemacht. Rein aus landschaftlichem Interesse versteht sich. Da störte dann auch der Regen nicht, der ins offene Cabrio goss(Einzige Regentag in zwei Wochen). Einmal wie ein Rallyfahrer die Berge hoch düsen; dies war uns nun möglich mit den kleinen 4x4 Jeeps. Dafür noch einmal besonderen Dank an Werner, der dies für uns möglich machte.
Leider verging die zweite Woche genauso schnell wie die erste und so war der Tag der Abreise schon gekommen. Der Wetterbericht für Deutschland ließ nichts Gutes erahnen. Schneefall war angesagt. Wir hatten schon fast vergessen was Schnee und Regen ist. Denn wir hatten ja nur Sonne gehabt. Gut ab und zu mal einen Hagelschaden, aber sonst?! Vielmehr plagten sich einige, besonders die Sonnencreme Allergiker aus England mit Sonnenbrand herum. Aber es nütze alles nichts und so tauschten wir die T-Shirts und kurzen Hosen mit dicken Pullovern und langes Hosen. Der Rückflug gestaltete sich ruhig, da man den Abend zuvor ja noch ein abschließendes „kulturelles“ Programm veranstaltete.
Vielen Dank an alle beteiligten, besonders die Bushfahrer, aber auch alle anderen Athleten und Trainern für die zwei witzigen, netten und sportlichen zwei Wochen.
Ein ganz herzliches Dankeschön auch an unsere Trainer, die uns in den zwei Wochen perfekt auf die Saison eingestimmt und super Vorbereitet haben. Wir werden euer Engagement mit guten Leistungen in der nun kommenden Saison belohnen.
Ein noch größeres Dankeschön und Lob geht an unseren „El Presidente“: „Hallo Werner…“
Denn Werner hat dies alles erst möglich gemacht mit seinem unermüdlichen Fleiß den Athleten und Betreuern alles Recht und vor allem schön zu machen.
Dennis Lemm
Liebe Freunde des Athletik Team Hamburg,
nicht nur bedingt durch sehr intensives Training als Vorbereitung auf die Sommersaison 2007, sondern auch durch wunderbare und beängstigende Naturschauspiele, als auch durch die genutzten Möglichkeiten des „laiz affairs" melden wir uns erst jetzt wieder zu Wort. Wir bitten um Nachsicht und versprechen als Wiedergutmachung tolle Leistungen.
Intensives Training hier in Benidorm, genauer gesagt auf der Sportanlage des Clubs von Alfaz del Pie, wird von allen hier anwesenden ATB-Athleten (Top-Team, Leistungsteam, Nachwuchsteam) absolviert. Dies ist in einem Trainingslager von sich selbst ernannten Leistungsathleten auch eine Selbstverständlichkeit. In der nun abgelaufenen ersten Woche wurden wir noch begleitet von drei uns befreundeten Athleten, namentlich Karoline Hagen und Sebastian Mlynkewitz von der TSG Bergedorf und Ines Ernst (Kieler TB/Kronshagen). Die Beiden erstgenannten haben ihre Trainingslagerwoche trainingstechnisch sehr intensiv genutzt und das Trainingsprogramm ihres Heimtrainers Jürgen Krempin exakt umgesetzt. Wir bedanken uns für die wirklich angenehme gemeinsame Woche mit euch - ihr seid jederzeit wieder gern bei uns gesehene Freunde. Ines ist auch noch die zweite Woche bei uns geblieben und wird weiterhin jede Minute zum Training nutzen.
Begleitet werden wir auch dieses Jahr von vielen Jugendlichen aus Hamburg, welche eine vom Hamburger Sportbund ermöglichte Jugendferienfahrt erleben können. Dies ist eine nun schon über Jahre gewachsene Veranstaltung und ermöglicht auch auf diesem Weg den Kontakt zwischen Leistungssportlern und jugendlichen Freizeitsportlern; dies z. B. auch auf dem Beach Volleyball Feld. Auf diesem Wege bedanken wir uns auch bei den Betreuern der Jugendlichen Ferienfahrern, als auch bei den offiziellen des Athletik Team Hamburg, ohne deren Einsatz weder das Eine noch das Andere möglich wäre. Hier sein stellvertretend für alle Anderen der unermüdliche Werner Ullrich genannt.
Sportlich werden die Athleten/innen des Athletik Team Hamburg von drei Trainern betreut und erhalten somit eine prozentual betrachtet sehr intensive Zuwendung. Leider ist es nicht möglich jeder/m Athletin/en einhundert Prozent gerecht zu werden, aber gute Leistungen in der Saison werden auch diesen Rahmen noch weiter optimieren.
Vitali Bauer trainiert die Gruppe mit Waldemar Bitter, Maximilian Quasthoff, Désirée Meyer, Isabella Meyer, Mariella Meyer und Annalena Striepke; von dieser Gruppe wird nicht nur die Sportanlage genutzt, sondern auch das 17stöckige Treppenhaus des Hotels, die umliegende Landschaft und in aller Frühe der menschenleere Strand. Zum Ende des Trainingslagers wird diese Gruppe einen Test zur Leistungsbestimmung absolvieren und damit zeigen, ob der Formaufbau schon erste „Früchte" trägt.
Mareile Kitzel wird separat von ihrem Trainer Ralf Lederer betreut, ist aber ansonsten nicht separat. Durch ihre unermüdliche Kontaktfreudigkeit und auch durch gemeinsame Trainingseinheiten mit den anderen Sportlern ist hier sicherlich keine Vereinsamung unserer einzigen Mittelstrecklerin zu befürchten. Insbesondere die den Trainingstag beendenden Beach Volleyball oder Beach Fußball Spiele werden von Mareile und Ralf gern wahrgenommen. Neben vielen Laufeinheiten sind die Beiden auch viel mit dem Mountainbike unterwegs und bestreiten so sicherlich ein sehr ausgewogenes Training und sehen mehr von der Costa Blanca als der Rest der Teams.
Der Rest der Athleten, Speerwerfer Jonas Baseda, Diskuswerfer Ralf Mordhorst, Diskuswurfgast Ines Ernst und die Sprinter Nickel Grossner und Carsten Bothin werden von Rainer Sonnenburg betreut. Er kann zwar nicht überall sein, hofft aber, die richtigen Prioritäten setzen zu können. Der gesteigerte Trainingsumfang der Sprinter ist schon sehr beeindruckend. Der Wille der beiden Diskuswerfer sich jeden Vormittag in den Wurfring zu stellen ebenfalls und genauso die große sportliche Selbständigkeit von Jonas (Bautz! I wonna ..... da da da .....)
Zusammenfassend lässt sich ein sehr starkes trainingstechnischen Engagement feststellen und auch eine starke Zielorientiertheit der Athleten und Athletinnen. Teilweise muss aber auch noch gelernt werden, dass die Zielorientiertheit nicht an der eigenen Nasenspitze, der eigenen Trainingsgruppe oder nach dem Abendessen aufhört. Gerade eine „open-mind-Mentalität" die viele Erlebnisse vermittelt kann die eigene Leistung verbessern. Geben und nehmen sollte immer in einem angemessenem Verhältnis stehen.
Wie Eingangs erwähnt wurde das Trainingslager durch zwei sensationelle Naturschauspiele begeleitet. Gleich zu Beginn hatten wir die Möglichkeit von unseren Balkonen, das Hotel liegt direkt am 3,5 Kilometer langen Sandstand, einen großartigen Blick auf eine fantastische Mondfinsternis zu erleben. Wolkenloser Himmel, spiegelglattes Meer - einfach Fantastisch.
Zwei Tage später genau das Gegenteil. Während eines gemeinsamen Trainings am Strand braute sich ein Sturm zusammen, welcher schon nach kurzer Zeit den Strand zu einer nicht mehr durchschaubaren Sandwüste veränderte. Das Abendessen im ebenerdigen Speisesaal war noch eher lustig, aber als es dann auf die Zimmer im obersten Stockwerk unseres Hotels ging wurde uns allen wirklich angst und bange. Schon im Fahrstuhl machte sich ein merkwürdiges Gefühl bemerkbar, beim Ausstieg aus dem Lift war allen klar, wir hatten nicht getrunken, sondern das ganze Gebäude schwankte hin und her. Insbesondere machte sich dies logischerweise in den oberen Stockwerken deutlich bemerkbar. Trotz erheblicher Bedenken ließ uns die spanische Baukunst nicht im Stich und eine doch recht ängstliche und kurze Nacht wurde heil überstanden. Die Schäden, welche der Sturm an der gesamten Costa Blanca angerichtet hatte waren enorm und ließen erahnen mit welcher Kraft er gewirkt hatte. Mancher von uns erschien zum Frühstück mit Kopfschmerzen und erheblichen Schwindelgefühlen.
Ein schönes high-light war auch der gemeinsame Filmabend; hier schauten wir „Chariots of Fire" („Die Stunde des Sieger"). Ein Sportfilm der Extraklasse! Dieser Film wird sicherlich noch erst nach einiger Zeit seine ganze Wirkung bei den Sportlern/inner entfalten. U. U. auch erst nach nochmaligem Anschauen. Die Emotionen die die Leichtathletik, die Athleten/innen, die Trainer und die Zusammenspiele zwischen Sportlern und Trainern so interessant machen, werden hier fantastisch dargestellte - bitte schaut Euch diesen Film auch an!
Wir werden weiter fleißig trainieren und uns kurzzeitig wieder melden.
Die zweite Woche des Trainingslagers in Spanien begann wie die Erste geendet hatte; gutes Wetter, gutes Essen und viel Training.
Selbstredend reit sich in einem Trainingslager nicht ein high-light an das Andere und somit wollen wir uns hier auch nicht in endlosen Wiederholungen ergehen. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die Abreise von den beiden Athleten der TSG Bergedorf, Karo und Basti, eine nicht zu ersetzende Leere hinterließ. Zu allem Übel war auch eine vorzeitige Abreise unseres Speerwurf Asses und IT-Superhirns Jonas zu verkraften, ebenso wie jene von unserem Sprinter Carsten. Beide hatten schon im Vorwege aus privaten bzw. beruflichen Beweggründen eine frühere Heimreise angekündigt. Carsten konnte somit nur zwei Tage mit seiner Freundin Annalena vor Ort verbringen und musste sie somit schweren Herzens den anderen Athleten vertrauensvoll „überlassen“.
Die quantitativ sehr anspruchsvollen Trainingseinheiten wurde ausnahmslos und vollumfänglich absolviert; und dies ohne Murren und Knurren sondern unter vollständiger Eigenmotivation.
Unter der „Leitung“ unseres körperlichen Leaders und auch ältestem Athleten Ralf Mordhorst wurde auch ein Ausflug in das kulturhistorisch sehr interessante Valencia unternommen, welcher mit einem Besuch des großartigen L`Oceanográfic (Tiere in Landschaften der Kontinente) abgerundet wurde. Auch dies war ein voller Erfolg.
Neben den sportlichen Darstellungen der Athleten/innen und beschäftigten Trainer sind intensive Trainingslager für die Mitglieder des Vereinsvorstandes und für die verantwortlichen Trainer immer auch ein „Schaufenster“ auf die (sport-) sozialen Veranlagungen und Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer. Auch hier konnten sehr interessante, intensive und für die Zukunft wichtige Erfahrungen gesammelt werden. Ganz eindeutig wahr es dieses Jahr so, dass einige Teilnehmer/innen sogar die minimal Anforderungen an soziale und kommunikative Fähigkeiten nicht erfüllen konnten.
Der Kern der Athleten/innen kehrte wohlbehalten per Flugzeug am 17. März nach Hamburg zurück und konnte am 18. März unseren Vereinsvorsitzen Werner Ullrich, welcher mit den Teilnehmern der Jugendfreizeit per Reisebus unterwegs war, samt Restgepäck ebenfalls in Hamburg willkommen heißen.
Das Training wurde sogleich wieder in Hamburg aufgenommen und bedingt durch die Leichtathletik Trainingshalle musste nicht unter massiv unterschiedlichen Temperaturen weitertrainiert werden.
Fazit: Alle Athleten/innen gesund und munter!
Herzliche Grüße an alle Freunde des Athletik Team Hamburg.
Zeitraum:
23.04.2006 - 02.05.2006
Teilnehmer:
Rainer Sonnenburg (Trainer), Johannes "Nickel" Grossner (Sprint 100m, 200m),
Jonas Baseda (Speerwurf) und Xenia Vorwerk (Hockey-Bundesligaspielerin)
Vorwettkampfperiode:
Feinschliff der Technik, wettkampfnahe Belastungen
Sonntag 23.04.2006
Abflug 12:55h Hamburg Airport mit HapagFly nach Arrecife/Lanzarote. Ankunft 16:30h (+1 Std.). Nach freundlicher Begrüßung durch das Green-Team am Flughafen kamen wir nach 20minütiger Busfahrt, quer über die Insel, wohlbehalten, aber leicht gerädert, im Club La Santa an.
Rainer feierte ein sehr freudiges Wiedersehen mit seinem norwegischen Sportfreund Marius Rooth, welcher zwischenzeitlich auch Präsident des norwegischen Leichtathletikverbandes war. Marius war mehrfacher norwegischer Meister über 400m und 400m Hürden. Für Jonas und Nickel waren die Geschichten, welche Marius und Rainer aus gemeinsamen Zeiten zu erzählen hatten, insbesondere jene mit ihrem gemeinsamen Freund Linford Christie (Olympiasieger 100m), sehr inspirierend.
Montag, 24.04.2006
10:00h:
Nickel machte eine kurze Führung über die weitläufige Anlage, um Jonas einen ersten Eindruck der vielfältigen Trainingsmöglichkeiten zu verschaffen.
11:00h:
Erstes leichtes Training, um die Müdigkeit aus den Beinen zu bekommen. Nickel überraschte gleich mit einer neuen persönlichen Bestleistung im Kugelschocken. Jonas war nicht geschockt und egalisierte diese starke Leistung postwendend.
16:00h:
2. Trainingseinheit
Nickel: Sprinttrainig zur Verbesserung des Topspeeds; reaktive Sprünge
Jonas: Neue koordinative Übungen; Speerwurftraining mit 80%igem Krafteinsatz; reaktive Sprünge
18:30h:
Verpflegungseinkauf in Arrecife
20:00h:
Badminton.
22:00h:
Analyse der Videoaufnahmen der Speerwürfe und Sprints mittels hochwertiger Software auf dem Laptop
Dienstag 25.04.2006
11:00h:
1. Trainingseinheit
Einlaufen; Stretching; Koordination; 1h Basketball
14:00h:
Freudiges Wiedersehen von Rainer mit Bernd Knut, dem Leichtathletik-Erfolgstrainer von Bayer Leverkusen, welcher derzeit den ehemaligen Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek auf die Saison im Club La Santa vorbereitet. Bernd Knut nahm sich mehr als eine Stunde Zeit, um Jonas und Nickel hochinteressante und motivierende Anekdoten und Trainingshinweise zu geben. Hierfür vielen Dank an Bernd Knut, welchen wir nunmehr auch jederzeit in Leverkusen kontaktieren können.
16:00h:
2. Trainingseinheit
Nickel: Starts und Beschleunigungsübungen; Maximalkrafttraining
Jonas: Koordinationstraining; Maximalkrafttraining; Erlernen einer neuen Wurfkraftübung (Sonne-Spezial)
22:00h: Analyse der Videoaufnahmen der Speerwürfe und Sprints mittels hochwertiger Software auf dem Laptop
Mittwoch 26.04.2006
10:00h:
1. Trainingseinheit
Einlaufen; Stretching; Koordination
Jonas fällt durch nicht zu stillenden Hunger auf. Rainer ist nahe der Verzweiflung
16:00h:
2. Trainingseinheit
Jonas: immer noch Hunger, trotzdem technisches Wurftraining auf hohem Niveau; spezielle, speerwurfnahe, reaktive Einbeinsprünge
Nickel: I2 Tempoläufe; emotionale Verspannungen im Beuger
22:00h: Relaxen bei der Karaoke-Night; Videos not available
Donnerstag 27.04.2006
06:45h:
Anruf vom Vereinspräsidenten Werner Ullrich, welcher nunmehr auch weiß, dass Lanzarote in einer anderen Zeitzone liegt.
09:00h:
Erstmaliges pünktliches Erscheinen von J&J zum Frühstück
11:00h:
1. Trainingseinheit
intensives Dehnprogramm unter Einleitung von Nickel; Maximalkrafttrainig für beide Athleten.
16:00h:
2. Trainingseinheit
Nickel: Massage, Sauna
Jonas: Herausarbeitung technischer Sequenzen am Laptop
20:00h:
gemeinsames Kochen unter Anleitung von Xenia: gemischter Salat + Spaghetti Bolgnese. Rainer glänzt wie immer bei der Essenszubereitung durch Abwesenheit - aber immerhin glänzt er!
21.30h:
Besprechung des Trainings für die letzten Tage; weiteres Ziel für Freitag: Verlängerung des Aufenthaltes von Jonas um 2 Tage
Freitag 28.04.2006
09:00h:
Frühstück
11:00h:
1. Trainingseinheit
Nickel: Einlaufen; Stretching; Koordination
Jonas: Technische Speerwurfelemente im Schritttempo erarbeitet
16:00h:
2. Trainingseinheit
Nickel: maximales Sprungkrafttraining z. B. Hürdensprünge
Jonas: Sprinttraining; spezielles Sprungkrafttraining für Speerwurf
17:00h:
Nickel bei der Massage
20:00h:
Essen im Ort La Santa: Escalope Empanada y Mero Espanada y Artemi Ron Miel
21.30h:
Motivativer Ausklang des Tages bei einem Sundowner in der "Sportsbar". In dieser Bar sind alle erfolgreichen Sportler mit einem Foto und ihren Erfolgen an den Wänden verewigt, welche im Club La Santa trainiert haben. Hier auszugsweise ein paar Namen: Linford Christie (Olympiasieger 100m), Colin Jackson (Olympiasieger und Weltrekordler 110m Hürden), Steve Backley (Europameister Speerwurf), Jan Zelezny (Olympiasieger und Weltrekordler Speewurf), Guido Kratschmer (Weltrekordler Zehnkampf), Tomas Dvorzak (Olympiasieger und Weltrekordler Zehnkampf), Jan Ullrich,(Tour de France Sieger), Miguel Indurain (Tour de France Sieger), Bjarne Ries (Tour de France Sieger), mehrere Sieger des Hawaii Ironman, usw. usw.
Wir hoffen, dass auch wir uns hier bald wiederfinden werden.
Samstag 28.04.06
9:00h:
Frühstück
Diesen Morgen haben sich J&J für das Ausschlafen entschieden. Gegen 11:00 Uhr die ersten telefonischen Lebenszeichen.
Xenia und Rainer haben schon eine kleine Fahrradtour nach La Santa gemacht. La Santa ist ein „Geheimspot“ für Wellenreiter und auch heute früh waren schon ein paar Cracks in der Welle.
Jonas hat es geschafft! Er hat seinen Rückflug auf Dienstag verlegen können und kann somit genau wie Nickel das Trainingslager bis Dienstag durchführen. Leider zum Leidwesen seiner Freundin Marie, aber beim nächsten Mal wird auch sie hoffentlich dabei sein.
12:00h:
Minigolf auf der La Santa Compact „Natur“ Minigolfbahn. Xenia wird zweite und gewinnt somit die Damenwertung. Nickel und Jonas werden Dritter und Vierter. Jonas hat Hunger.
16:00h:
Training
Starttraining: Damit Nickel nicht allein laufen muss und auch Gegnerschaft verspürt, erklären sich Xenia und Jonas bereit mit zu laufen.
Jonas glänzt schon jetzt mit starken Sprintgeschichten, Xenia zeigt allen ihre Rennschuhe und Nickel testet erstmals seinen neuen Rennanzug (siehe Foto). Sehr stark!
Die Startblöcke stehen versetzt, Jonas hat einen Meter Vorgabe, Xenia fünf Meter, die zu laufende Strecke beträgt 20m.
Jonas überrascht mit sehr kurzer Reaktionszeit und tollem Antritt. Nickel schläft noch. Xenia gewinnt den ersten Lauf, die weiteren gehen an Jonas und Nickel.
Anschleißend noch ein intensives Sprungkrafttraining, während Xenia zum Tai-Bo eilt.
Jonas hat wieder Hunger.
20:00h:
Abendessen im Ort La Santa. Jedes mal freuen wir uns wieder hier drauf. Da Rainer den Gastwirt seit Jahren kennt, bekommen wir zum Abschluss immer eine Flasche, keine kleinen Gläser, Honig Rum auf den Tisch gestellt. Na ja, jetzt wird es noch lustiger.
22:30h:
Wir schauen kurz bei der Club La Santa Karaoke Night vorbei, haben aber leider unsere Stimmen dem Honig Rum geopfert. Unsere Team Band Deep Purple scheint hier auch nicht favorisiert zu sein. Jonas hat noch Hunger und schnappt sich noch schnell eine Pizza.
Sonntag 30.04.06
9:00h
Frühstück
Alle wieder an Bord.
10:30h
Leichtes Training. Jogging und viel Stretching
Jonas macht noch leichtes Speerwandern auf dem Rasen.
17:00h
Sprungkrafttraining und anschließendes Krafttraining
Nickel und Jonas glänzen mit starken Kraftleistungen in der halben Kniebeuge und auch die anderen Übungen werden gut und stark ausgeführt. Jonas hat sich an die neue Wurfspezialübung gewohnt und macht noch ein paar extra Serien und hat Hunger.
20:00h
Badminton
Nickel und Rainer haben ihre Reaktion irgendwo liegen gelassen während Jonas mit überragendem Spiel glänzt und alle weghaut. Nickel und Rainer duellieren sich noch bis zu umfallen und fallen dann auch um. Xenia ist leider an der Schulter verletzt, hat wohl beim Tai Bo zu doll drauf gehauen.
22:30h
Da Jonas Hunger hat, muss er die Nudeln zubereiten. Xenia und Nickel helfen wieder fleißig. Rainer zählt die Sterne am Nachthimmel über Lanzarote.
Montag 01.05.06
9:00h
Frühstück mit anschließender Besprechung/Videoanalyse der vorangegangenen Trainingseinheiten uns Festlegung der letzten Trainingseinheit.
11:00h
Auflockerungstraining
15:00h
Jonas: Speerwurf aus wettkampfnahem Anlauf.
Der lange Speerwurfanlauf erhöht die Anlaufgeschwindigkeit erheblich, was zu leichten Abwurfschwierigkeiten führt. Die Erdanziehungskraft ist heute deutlich stärker unter Lanzarote was wiederum die Weite der Würfe beeinflusst. Am Ende der Trainingseinheit schafft Jonas einen perfekten Wurf.
Nickel: Sprintausdauertraining mit 4 Läufen über 150m bei nur 90%tiger Belastung, da Nickel leichte Beschwerden am Beinbeuger verspürt. Trotzdem liefert Nickel ein sehr schnelles Abschlusstraining.
Was Jonas an Hunger, hat Nickel am Beuger!
Kleine Fotosession mit den Trainingsklamotten des ATB-Hamburg.
20:00h
Noch einmal gemeinsames Zubereiten eines Abendessens. Hier ist eile geboten, da Jonas Hunger hat.
Dienstag 02.05.06
Wer gestern Abend noch nicht gepackt hat, ist jetzt unter Zeitdruck.
9:00 Frühstück, um 10:00 Uhr muss das Appartement geräumt sein. Während des Frühstücks wird die Hauptaufgabe des heutigen Tages, bis zum Abflug, definiert. Wir wollen unserem Vereinsvorsitzenden und Verantwortlichen für dieses Trainingslager ein kleines Geschenk mitbringen. Wir entscheiden uns aber für ein Geschenk für sein geliebtes Enkelkind Jeremy.
Zur Belohnung für das tolle Trainingslager legen wir uns bis zur Abfahrt noch an den Pool und genießen die Poollandschaft des Club La Santa und das immer tolle Wetter auf Lanzarote.
Da Jonas nach Bremen fliegt, muss er 2 Stunden vor uns los. Wir wünschen uns allen einen schönen Flug und freuen uns schon jetzt auf das nächste Traininglager im Club La Santa.
Der Club La Santa Song geht uns nicht mehr aus den Ohren und begleitet und jetzt nicht nur bei jeder Videositzung.
Wir hoffen, dass wir mit tollen Leistungen dieses Trainingslager rechtfertigen können!